
Die Sonne steht höher, die Heringszeit geht bald los und spätestens jetzt beginnt das Anglerherz höher zu schlagen. So auch bei unserem Bürger, der sich an uns gewandt hat.
Wer schon seit Jahren einen Fischereischein sein Eigen nennen darf, der geht in den nächsten Angelladen, beispielsweise an der Lohmühle, und holt sich seinen Aufkleber für die Erlaubnis angeln zu gehen.
Ein Prozedere, das Angler seit vielen Jahren kennen. Einfach und schnell. Unter Vorlage seines Fischereischeins und der Zahlung eines Obolus erhielt man den Aufkleber, der den Nachweis erbracht hat, dass man an dem jeweiligen Standort angeln darf.
Dies ist nunmehr nicht so. Schleswig-Holstein übernimmt hier eine bundesweite Vorreiterrolle und dies gilt entsprechend auch für Lübeck.
Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg erklärte dazu: „Mit diesem Schritt übernimmt Schleswig-Holstein eine Vorreiterrolle für eine moderne und effiziente Fischereiverwaltung. Damit haben wir die technische Voraussetzung für einen perspektivisch einheitlichen Fischereischein in Deutschland geschaffen, der künftig auch länderübergreifend digital überprüfbar ist. Alle Unterlagen können digital beantragt und bequem auf dem Smartphone mitgeführt werden.“
Für all diejenigen, die, und das dürften gerade in der älteren Bevölkerung einige sein, auch künftig ihren Fischereischein „zum Anfassen“ haben möchten, gibt es diesen dann in einem Scheckkartenformat.
So weit so gut. Nachdem unser Lübecker Bürger seinen Unmut mit lautem Grummeln kundgetan hatte, machte er sich auf den Weg in das Behördengebäude am Mühlendamm. Glück hatte er, dass er zu den Öffnungszeiten dort aufgeschlagen ist.
Die nette Sachbearbeiterin stellte die Fischereiabgabebescheinigung aus, in ausgedruckter Form. Unser Bürger ließ sich diese direkt bis zum 31.12.2029 ausstellen und bezahlte brav die Gebühren.
Was diese nicht erwähnte, war die Tatsache, dass der Fischereischein schon jetzt digitalisiert werden kann. Unser Lübecker Bürger muss also noch einmal zur Behörde, persönlich, online mag er nicht. Und er wird es auch im Scheckkartenformat haben wollen. Ein Handy hat er, aber kein Smartphone.
Informationen rund um den Fischereischein und die Fischereiabgabe finden Sie hier:
https://www.luebeck.de/de/presse/pressemeldungen/view/142440
Hilfe bekommen Sie im Bürgerservicepunkt des Fachbereichs Planen und Bauen, Mühlendamm 10, zu folgenden Öffnungszeiten: montags und dienstags von 8:00 bis 14:00 Uhr, donnerstags von 8:00 bis 18:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr. Mittwochs ist der Bürgerservicepunkt geschlossen. Online geht das auf der Seite www.luebeck.de.
